Am Beginn einer Jugendhilfemaßnahme stehen oft unsichere Einschätzungen und sich widersprechende Angaben über die Situation von Kindern und Familien. Diese Unklarheit macht es schwierig, über die Notwendigkeit einer Hilfe, deren Art und Umfang zu entscheiden. Sozialpädagogisches Clearing verstehen wir als fachlich geleitete Orientierungsdiagnostik, die zur Strukturierung der Wahrnehmungs- und Bewertungsprozesse Methoden und Verfahrensschritte der Sozialpädagogischen Diagnostik anwendet. Spezifisches Kennzeichen des sozialpädagogischen Clearing ist, dass die Arbeit unmittelbar im Lebensumfeld der Familie oder des jungen Menschen stattfindet und zeitlich befristet ist. Das Clearing setzt Kooperationsbereitschaft der Beteiligten voraus. Unser Clearing -Konzept hat zum Ziel, zugeschnitten auf die jeweilige spezifische familiäre Situation, in vier bis maximal zehn Wochen bei zwei-bis drei mehrstündigen Termine pro Woche ein bedarfsgerechtes Unterstützungsangebot mit allen Beteiligten zu erarbeiten.
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